Luzern

Luzern

20. Februar 2022 Aus Von Evelyn S. Noll

Wir waren im Februar 2022 bei bestem Wetter übers Wochenende in Bad Säckingen und haben beschlossen, einen sonnigwarmen Tag in Luzern zu verbringen. Zunächst sind wir Richtung Verkehrshaus und Strandbad Lido gefahren und haben dort das Auto am Lido geparkt.

Lange geplant und tatsächlich geschafft: Ein Besuch im Verkehrshaus der Schweiz. Völlig ungewohnt und anfänglich fast schon unangenehm war es, ohne Masken im Museum unterwegs zu sein. Dass die Schweiz zum Thema Verkehr(sgeschichte) viel zu bieten hat, wird jeder Tourist bestätigen. Ob Gebirgsstraßen oder Autobahnen, kühn ausgeführte (Seil)bahnstrecken oder auch die Schiffahrt auf den Seen, Landschaft und Verkehrstechnik gehen in der Schweiz Hand in Hand.

Einmal neben dem berühmten Gotthardkrokodil zu stehen oder zu sehen, wie unterschiedlich die Gesteine sind, durch die sich Tunnelbauer arbeiten müssen oder die abenteuerlich anmutenden Konstruktionen aus der Anfangszeit der touristischen Erschließung der Berge zu sehen, fördert den Respekt vor den Menschen, die uns mit ihren Konstruktionen den bequemen Zugang zur Natur ermöglichen.

Nun ist der Besuch eines technischen Museums ist nicht jedermanns Sache und gerade der weniger technisch Interessierte ist schnell gelangweilt. Hier fällt die besonders familienfreundlich aufgebaute Ausstellung aber sehr positiv auf. Die Kombination Verkehrshaus und anschließend Lido ist ein Tipp für einen Familienausflug bei dem alle auf ihre Kosten kommen!

Nach dem Besuch des Verkehrshaues haben wir die Gegend um den Lido erkundet. Dieses Strandbad verfügt durch den direkten Blick auf Pilatus, Bürgenstock und Stanserhorn über eine außergewönliche Kulisse. Außerdem gibt es hier eine einladenende Seeterasse und einen über 300 Meter langen Sandstrand. Vom Lido führt ein toller Weg am Ufer des Vierwaldstädtersees bis zur Altstadt.

Mittelpunkt Luzerns ist die weltbekannte Kapellbrücke, eine mittelalterliche gedeckte Holzbrücke über die Reuss. Die Brücke gilt als Wahrzeichen Luzerns und ist mit einer Länge von über 200 Metern die zweitlängste überdachte Holzbrücke Europas. Ursprünglich wurde die Brücke um 1365 als Wehrgang gebaut und verbindet Alt- und Neustadt.

Im Giebel der Brücke befinden sich 111 dreieckige Gemälde, die verschiedene Szenen darstellen.

In der Mitte der Brücke steht der Wasserturm, welcher wechselweise als Wachturm und Eckpfeiler der Stadtbefestigung, als Stadtarchiv und Schatzkammer sowie als Kerker und Folterkammer diente.

Bei der Kirche, die als vorletztes Bild zu sehen ist, handelt es sich um die Hofirche St. Leodegar. Die Hofkirche ist die Hauptkirche der römisch-katholischen Pfarrei St. Leodegar im Hof. Beide Türme haben eine Höhe von 69 Metern.

Nach einem Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen in der Confiserie Bachmann konnten wir den Sonnenuntergang über den Bergen und dem Vierwaldstättersee beobachten. Ein Ereignis, wie es traumhafter und farbenintensiver nicht sein könnte. Sowohl die Berge als auch die Stadt versanken in ein leicht rötliches bzw. orangefarbenes Licht. Die Stimmung war unbeschreiblich entschleunigend und so friedlich.

Alleine das ist schon ein Grund, diese beeindruckende und wunderschöne Stadt nochmals zu besuchen.

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